8 nachhaltige Tipps mit großer Wirkung


Heute habe ich 8 wertvolle Tipps für euch, die einfach umzusetzen sind und zugleich einen großen positiven Effekt auf die Umwelt haben. Vielleicht kannst du einen davon heute schon umsetzen und so der Umwelt etwas Gutes tun. Und los gehts!


Trinke Tee statt Kaffee.

Im Vergleich zu Tee ist die Herstellung von Kaffee sehr zeitintensiv und aufwendig. Tee verursacht gerade einmal 1/4 der CO2-Menge von Kaffee. Wer jetzt noch auf Fairtrade und Bio-Siegel achtet, der tut was Gutes für seine Gesundheit und für die Arbeiter vor Ort. Da schmeckt die Tasse Tee gleich doppelt so gut! Ich persönlich trinke 2-3 Tassen Kaffee am Tag. Ganz auf Kaffee kann ich allerdings (noch) nicht verzichten. Dafür schmeckt er mir einfach zu gut. Naja, vielleicht ist es auch nur die Macht der Gewohnheit. Wer weiß? Mein Kompromiss: weniger Kaffee, dafür aber bewusster genießen.

Eine "gute" Tasse Tee.

Ersetze Butter durch Pflanzenmargarine.

Rindfleisch und Milchprodukte sind mit die größten Verursacher von Treibhausgassen. Mit dem Verzicht auf Butter sparst du jährlich 140 kg CO2 ein. Butter verwende ich eigentlich nur zum Backen und abschmecken. Könnte ich aber leicht durch Margarine oder Öl ersetzen. Da Margarine meist leider nur mit einer Plastikverpackung daherkommt und/oder Palmöl enthalten ist, werde ich wohl auf Öl umsteigen. Für den Anbau von Palmöl werden nämlich Teile des Regenwalds gerodet. Viele Tiere verlieren so ihren natürlichen Lebensraum. Also lieber Finger weg davon oder alternativ ein biozertifiziertes Palmöl kaufen.


Iss kein bzw. weniger Fleich.

Wenn du nicht darauf verzichten kannst oder möchtest, dann iss Schweinefleich statt Rindfleich. Am besten aus biologischer Landwirtschaft. So kannst du 75% Treibhausgasse pro Kilogramm Fleisch einsparen. Ich selbst bin Vegetarierin. Mein Mann und unsere Tochter essen aber Fleisch. Rind gibt es bei uns eher selten und dann kaufe ich bevorzugt Bio-Fleisch. Das Fleisch schmeckt zum einen besser - sagt zumindestens mein Mann, zum anderen werden die Rinder artgerechter gehalten als Rinder aus konventioneller Haltung.

Lieber Schweine- statt Rindfleisch!

Fisch ist nicht gleich Fisch.

Viel zu viele Fische stammen aus überfischten Fanggebieten. Beim nächsten Einkauf einfach mal auf das MSC-Siegel bei Wildfischen und ASC-Siegel bei Zuchtfischen achten. So kannst du dir sicher sein, dass der Fisch aus nachhaltigem Fischfang stammt. Wir versuchen, wenn immer möglich regionale Fisch zu kaufen - da muss man dann auf keine Siegel achten. Außerdem spart das eine Menge CO2 ein, weil so die langen Transportwege wegfallen.


Aufkleber "Keine Werbung" anbringen.

Du kannst satte 30 kg Papier einsparen, wenn du lediglich einen "Keine Werbung"-Aufkleber an deinem Briefkasten anbringst. Das reduziert Emissionen, spart Rohstoffe sowie Wasser ein. Ein super einfacher Tipp mit großer Wirkung, den ich auch gleich umsetzen werde. Manchmal bewirken, die kleinsten Dinge Großes! Wenn ich ehrlich bin, schaue ich die meisten Prospekte eh nicht an und schmeiße das Ganze gleich in den Papiermüll. Achtung bei Prospekte, die direkt an dich adressiert sind. Hier musst du per Email beim Versender alles abbestellen. Das ist aber auch kein großer Aufwand. Einfach alle Prospekte eine Weile sammeln. So hast du einen Überblick, was und vom wem du was bekommst. Dann eine allgemeine Email verfassen und in "BCC" alle Emailadressen der Proseptversender eingeben und abschicken. Fertig!

Keine Werbung, bitte!

Essen vor der Tonne retten.

Im Durchschnitt landen 82 kg Lebensmittel im Jahr auf dem Müll. Das sind 17% unserer Einkäufe. Schuld daran: schlechte Einkaufsplanung und verlockende "Schnäppchenangebote". Daher zum nächsten Einkäufe Einkaufszettel mitnehmen und nur das kaufen, was auf dem Zettel steht. Außerdem sollte das Mindesthaltbarkeits-datum (MHD) hinterfragt werden. Nur weil das MHD abgelaufen ist, heißt das nicht gleich dass, das Produkt schon schlecht ist. Das kannst du am besten beurteilen, wenn du deine eigenen Sinne einsetzt. Sieht das Produkt noch gut aus und hat keinen sichtbaren Schimmel, riecht und vorallem schmeckt es noch gut, dann ist es auch noch genießbar und sollte nicht in der Tonne landen. Wer kennt das nicht? Man hat viele verscheidene Reste daheim, weiß aber nicht was man damit anfangen soll. So versauern sie im Kühlschrank bis man sie letztendlich schlecht sind und man sie wegwirft. Das muss ja nicht sein! Viele Rezepte für die Resteverwertung findest du online. Ich verwende gerne chefkoch.de - hier kannst du oben in der Suchleiste deine "Überbleibsel" eingeben wie z.B. Karotten, Kartoffeln, Saure Sahne, etc. und erhaltst zahlreiche Rezeptvorschläge.


Kleidung seltener waschen.

Viel zu oft schmeißen wir Kleidungststücke in die Wäsche, die eigentlich gar nicht schmutzig sind. Manchmal würde nämlich auch nur ein bisschen Auslüften schon reichen und die Kleidung könnte noch ein paar mal getragen werden bevor Sie dann endgültig in der Wäsche landet. Das spart nicht nur Energie sondern auch Zeit, die sonst für lässtiges Bügeln und Zusammenfallten angefallen wäre.

Reicht vielleicht nur frische Luft?

Blumenerde ohne Torf kaufen.

Torf ist in den meisten handelsüblichen Säcke Blumenerde enthalten. Torf ist ein Bestandteil des Moores. Moore haben die Eigenschaft CO2 aus der Luft zu binden. Damit sind sie ein wichtiger Kohlenstoffsenker. Durch den Abbau von Torf werden jedes Jahr 45 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt und der Lebensraum von vielen Tieren zerstört. Torffreie Erde gibt es in jedem gänigen Baummarkt. Torferde kann ganz leicht durch Erde auf Basis von Kompost, Rindermulch oder Holzfasern ersetzt werden. Bluemenerde mit Torf muss also nicht sein! Wir haben zu Hause einen Komposter und stellen unsere eigene torffreie Blumenerde her.



Jeder einzelen Tipp bewirkt etwas, versuch doch gleich einen oder auch mehrere umzusetzen!



Deine Christine


P.S.: Kennst du schon meine Facebook-Gruppe "Grüngefühle - Plastikmüll reduzieren und nachhaltiger leben als Familie? Die Gruppe ist für alle Mamas, die etwas am Lebenstil ihrer Familien ändern wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Hier bekommst du Hilfestellung bei deinen ersten Schritten hin zu einem nachhaltigeren Familienleben mit weniger Plastikmüll. Du darfst hier alles fragen, deine Erfahrungen und Probleme teilen, ohne dass dich jemand verurteilt oder blöd aussehen lässt. Geminsam bringen wir Schritt für Schritt mehr Nachhaltigkeit in deine Familie. Hier geht's zu meiner Facebook-Gruppe. Ich freu mich auf dich!


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Quelle: Markus Franken, Monika Götze: Einfach Öko. Besser leben, nachhaltig wohnen. 200 Tipps, die wirklich was bringen. München, 2017.


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