3 einfache Schritte, wie du "Zero Waste" in deiner Familie umsetzt



Die ersten Schritt sind die Wichtigsten. Sie sollte daher wohlbedacht und kaum spürbar für deine Familie sein. Warum? Zero Waste oder Müllvermeidung klingt erstmal nach Verzicht auf all die tollen Sachen wie Gummibärchen, Schokoriegel oder Chips. Und wenn erst mal deine Familie gegen dein Vorhaben ist, wirst du kaum noch eine Chance haben es umzusetzten. Ich zeige dir in drei Schritten, wie du die Veränderung in deine Familie bringst.



1. Suche dir zunächst einmal fünf einfache Dinge aus.


Sie sollten weder dich noch deine Familie eine große Überwindung kosten und einfach umsetzbar sein. Meine ersten Schritte waren, z.B. selbstgenähte Stoffservietten, Spüllappen aus alten Handtüchern sowie Obst- und Gemüsebeutel für den Einkauf. Außerdem ersetzte ich Flüssigseife gegen feste Seife und Tampons gegen eine Menstruationstasse. Alles minimale Veränderungen für mich oder meine Familie. So war der Einstieg ein Klacks! Genau das ist es, was du erstmal schaffen musst.


2. Setze jeden Schritt nach und nach um.


Beobachte, wie deine Familie auf die Umstellung reagiert. Tut sich deine Familie schwer damit? Dann versuche zunächst etwas anderes. Etwas erzwingen zu wollen, bringt nur Frustation. Es ist ein Prozeß, der sich langsam entwickelt. Also nichts überstürtzen! Auch eine Bea Johnsen ("Mutter" der Zero Waste Bewegung) hat mal klein angefangen.



3. Behalte die Veränderungen so lange bei bis es sich für deine Familie "normal" anfühlt.


Je nachdem wie bedeutungsvoll die Veränderung ist, kann es eine Weile dauern bis jeder sich dran gewöhnt hat. Gib nicht auf und bleib konsequent! Vielleicht bemerkt deine Familie manche Veränderung nicht mal oder akzeptiert sie ohne Gemecker. Um so besser, dann kannst du weitere kleine Veränderung einführen.


Die Veränderungen dürfen allmählich schwieriger werden. Aber sei dir bewusst:

je herausfordernder eine Veränderung für deine Familie ist, desto mehr Zeit solltest du ihnen geben, um sich an die Umstellung zu gewöhnen.




Hier noch ein paar Beispiele für kleine Veränderungen, die sich in meiner Familie leicht umsetzen ließen:


  • Netze und Beutel für loses Obst und Gemüse

  • Ohrenstäbchen mit Papier- oder Holzstiel

  • Holzzahnbürsten

  • Recycling Klopapier

  • Stückseife zum Händewaschen

  • festes Shampoo, feste Duschpflege und festen Conditioner (gibt es bereits in den meisten Drogeriemärkten)

  • Spültücher aus alten Handtüchern selbst nähen oder wiederverwendbare Tücher aus Baumwolle, Leinen oder anderen Naturfasern besorgen

  • wiederverwendbaren Spülschwamm oder Spülbürste mit Wechselkopf anschaffen

  • Getränke in Glasflaschen (Milch, Säfte, Mineralwasser, etc.) bevorzugen

  • Fleisch und Wurst von der Theke oder direkt vom Metzger kaufen (am besten gleich in eigene Behälter abfüllen lassen)

  • Kinderkleidung vom Second-Hand-Laden statt alles immer neu kaufen (funktioniert wahrscheinlich bei kleinen Kindern am besten)

  • Reinigungsmittel und Flüssigwaschmittel selber machen oder an Abfüllstationen im Unverpackt-Laden selber abfüllen

  • Klarspüler und Spülmaschinenpulver selber herstellen

  • Zahnpasta mit rein pflanzlichen Inhaltsstoffen bevorzugen (ist zwar nur in einer Plastiktube erhältlich, aber dafür ohne Mikroplastik)


Beim Einkauf kannst du den meisten Müll einsparen. Und zwar indem du ihn gar nicht erst kaufst. Achte bewusst darauf möglichst plastikfrei einzukaufen und wähle eine alternative Verpackung oder kaufe alles möglichst unverpackt. Da ich in unsere Familie für den Einkauf zuständig bin, entscheide ich was eingekauft wird. So ist das für mich am einfachsten den Müll gar nicht erst ins Haus zu bringen. Natürlich gibt es bei uns auch Ausnahmen! Manchmal kaufe ich auch Gummibärchen, Chips & Co., schießlich bin ich auch nur ein Mensch und keine Maschine ;-) Ich und meine Familie haben auch Gelüste, denen wir ab und zu nachgehen. Ich bin der Meinung, dass es auch Ausnahmen geben muss. Ich möchte nicht, dass meine Tochter auf alles verzichten muss, dass Sie gern hat, was jedoch nur in Plastik erhätlich ist, z.B. Lutscher. Für viele Sachen gibt es bereits eine plastikfreie Alternative, aber für manche eben noch nicht. Deswegen finde ich es auch in Ordung, wenn man diese dann ab und zu mal kauft.


Ich hoffe ich konnte euch einige Ideen und Anregungen geben. Und nun viel Spaß beim umsetzen!


Alles Liebe,


Deine Christine

P.S.: Kennst du schon meine Facebook-Gruppe "Grüngefühle - Plastikmüll reduzieren und nachhaltiger leben als Familie? Die Gruppe ist für alle Mamas, die etwas am Lebenstil ihrer Familien ändern wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Hier bekommst du Hilfestellung bei deinen ersten Schritten hin zu einem nachhaltigeren Familienleben mit weniger Plastikmüll. Du darfst hier alles fragen, deine Erfahrungen und Probleme teilen, ohne dass dich jemand verurteilt oder blöd aussehen lässt. Geminsam bringen wir Schritt für Schritt mehr Nachhaltigkeit in deine Familie. Hier geht's zu meiner Facebook-Gruppe. Ich freu mich auf dich!


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